Das Beteiligungsformat zielt darauf ab, junge Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Lebensbiografien aktiv in die Gestaltung ihrer Sozialräume einzubeziehen. Politische Jugendbeteiligung soll so gestaltet werden, dass sie möglichst barrierearm zugänglich und für junge Menschen attraktiv ist. Gleichzeitig wird ein gleichberechtigter Dialog zwischen den Generationen auf politischer Ebene angestrebt.
In den teilnehmenden Regionen sollen Formen der Jugendbeteiligung entstehen, in denen alle relevanten Akteur:innen ihre Rolle wahrnehmen und aktiv zusammenarbeiten. Durch die gezielte Einbeziehung bislang wenig erreichter oder marginalisierter Gruppen wird eine breitere und vielfältigere jugendpolitische Vertretung gestärkt.
Das Projekt richtet sich an verschiedene Akteur:innen, die jeweils in eigenen Formaten zusammenkommen:
Die Umsetzung erfolgt in zwei bis drei aufeinander abgestimmten Seminaren mit den jeweiligen Zielgruppen. Im Mittelpunkt stehen Austausch, Vernetzung und die gemeinsame Entwicklung eines nachhaltigen Beteiligungskonzepts für Gemeinde und Landkreis.
Zentrale Inhalte sind:
Die inhaltliche Arbeit orientiert sich an vier Themenfeldern:
Am Ende des Prozesses kommen die Gruppen zusammen und erarbeiten eine gemeinsame strategische Planung für die praktische Umsetzung. Ergebnis ist ein konkreter Aktionsplan mit klar definierten nächsten Schritten.
Das Projekt wird von zwei erfahrenen Referentinnen durchgeführt, die an der Konzeption beteiligt waren: Sabine Sommer und Lisa Teresa Gut. Beide verfügen über langjährige Erfahrung in der politischen Bildungsarbeit – unter anderem mit der Betzavta-Methode.
Die Kosten setzen sich aus den Tagessätzen der Referentinnen, Fahrtkosten sowie Ausgaben für Seminarräume, Verpflegung und gegebenenfalls Übernachtungen zusammen. Eine Förderung über den Fördertopf „Demokratiebildung“ des Bezirksjugendrings ist möglich. Die konkrete Finanzierung wird mit den jeweiligen Kooperationspartnern abgestimmt. In der Regel wird ein Eigenanteil von etwa 3.000 Euro angesetzt, wobei individuelle Lösungen je nach finanzieller Situation entwickelt werden können.
Das Beteiligungsformat wurde bereits in mehreren Landkreisen erfolgreich umgesetzt:
Im Mittelpunkt steht die Arbeit an der Haltung der Multiplikator:innen. Durch die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lebenswelten junger Menschen entsteht ein gemeinsames Verständnis für inklusive Beteiligung. So können bestehende Strukturen hinterfragt und Zugangsbarrieren gezielt reduziert werden.
In unserem Wegweiser „Planungswerkstatt Jugendbeauftragte“ findest du methodische Anregung, wie mit politischen Jugendbeauftragten über ihre gesamte Amtszeit gearbeitet werden kann.
Wegweiser Jugendbeauftragte