TAKE your PART

Das Projekt stärkt politische Jugendbeteiligung im Landkreis – insbesondere in ländlichen Regionen, in denen junge Menschen bisher wenig sichtbar sind. Es sensibilisiert für bestehende Zugangsbarrieren und entwickelt Ansätze für eine inklusivere Beteiligung. In Fortbildungen für Jugendbeauftragte und Multiplikator:innen werden Wege erarbeitet, um unterschiedliche Interessen zusammenzuführen und nachhaltige Beteiligungsstrukturen zu schaffen.
Ort Überall im Bezirk Oberbayern möglich Bezirk Oberbayern Gemeindegröße Je nach Landkreis oder Stadt Trägerin Bezirksjugendring Oberbayern Wer wird beteiligt Jugendliche (14 bis 18 Jahre), junge Erwachsene (18 bis 27 Jahre), Alle Altersstufen Typ der Beteiligung Offenes Format, Projektorientiert, Repräsentativ Kontext der Mitbestimmung Kommunaler Raum Inklusiv eingegliedert in inklusive Strukturen Zeitraum wiederkehrend/dauerhaft Sonstiges kein eigenes Budget

TAKE your PART – Politische Jugendbeteiligung für ALLE im Landkreis

ZIELE DES PROJEKTS

Das Beteiligungsformat zielt darauf ab, junge Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Lebensbiografien aktiv in die Gestaltung ihrer Sozialräume einzubeziehen. Politische Jugendbeteiligung soll so gestaltet werden, dass sie möglichst barrierearm zugänglich und für junge Menschen attraktiv ist. Gleichzeitig wird ein gleichberechtigter Dialog zwischen den Generationen auf politischer Ebene angestrebt.

In den teilnehmenden Regionen sollen Formen der Jugendbeteiligung entstehen, in denen alle relevanten Akteur:innen ihre Rolle wahrnehmen und aktiv zusammenarbeiten. Durch die gezielte Einbeziehung bislang wenig erreichter oder marginalisierter Gruppen wird eine breitere und vielfältigere jugendpolitische Vertretung gestärkt.

Ziel ist es, dass junge Menschen ihren Wohnort als gestaltbaren Lebensraum wahrnehmen und sich langfristig stärker mit ihm identifizieren.

ZIELGRUPPEN

Das Projekt richtet sich an verschiedene Akteur:innen, die jeweils in eigenen Formaten zusammenkommen:

  • Junge, interessierte Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen (1–2 Tage)
  • Jugendbeauftragte der Gemeinden (1–2 Tage)
  • Ehrenamtliche und hauptberufliche Mitarbeiter:innen der Jugendarbeit (2–3 Tage)

INHALTE UND AUFBAU

Die Umsetzung erfolgt in zwei bis drei aufeinander abgestimmten Seminaren mit den jeweiligen Zielgruppen. Im Mittelpunkt stehen Austausch, Vernetzung und die gemeinsame Entwicklung eines nachhaltigen Beteiligungskonzepts für Gemeinde und Landkreis.

Zentrale Inhalte sind:

  • Reflexion der eigenen Rolle als Multiplikator:in
  • Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung zu Partizipation
  • Austausch und Vernetzung zwischen den beteiligten Akteur:innen

Die inhaltliche Arbeit orientiert sich an vier Themenfeldern:

  1. Grundlagen und Rechtliches: Klärung zentraler Begriffe und demokratischer Grundlagen von Partizipation, Einordnung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen sowie Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen und rechtlichen Grundlagen.
  2. Haltung zu Partizipation: Reflexion der eigenen Position, Sensibilisierung für Dilemmata in Beteiligungsprozessen sowie Analyse von Handlungsspielräumen und systemischen Zusammenhängen.
  3. Analyse von Partizipationsprozessen: Bestandsaufnahme bestehender Projekte sowie Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen, Phasen und Reichweiten von Beteiligung.
  4. Konkrete Schritte für die Praxis: Entwicklung von Zielvorstellungen, Priorisierung und Planung konkreter Maßnahmen. Dabei werden auch Möglichkeiten gemeindeübergreifender Kooperation berücksichtigt.

Am Ende des Prozesses kommen die Gruppen zusammen und erarbeiten eine gemeinsame strategische Planung für die praktische Umsetzung. Ergebnis ist ein konkreter Aktionsplan mit klar definierten nächsten Schritten.

REFERENTINNEN, KOSTEN UND RAHMENBEDINGUNGEN

Das Projekt wird von zwei erfahrenen Referentinnen durchgeführt, die an der Konzeption beteiligt waren: Sabine Sommer und Lisa Teresa Gut. Beide verfügen über langjährige Erfahrung in der politischen Bildungsarbeit – unter anderem mit der Betzavta-Methode.

Die Kosten setzen sich aus den Tagessätzen der Referentinnen, Fahrtkosten sowie Ausgaben für Seminarräume, Verpflegung und gegebenenfalls Übernachtungen zusammen. Eine Förderung über den Fördertopf „Demokratiebildung“ des Bezirksjugendrings ist möglich. Die konkrete Finanzierung wird mit den jeweiligen Kooperationspartnern abgestimmt. In der Regel wird ein Eigenanteil von etwa 3.000 Euro angesetzt, wobei individuelle Lösungen je nach finanzieller Situation entwickelt werden können.

BEREITS UMGESETZTE MAßNAHMEN

Das Beteiligungsformat wurde bereits in mehreren Landkreisen erfolgreich umgesetzt:

  • Landkreis Ebersberg (Kreisjugendring Ebersberg)
  • Landkreis Berchtesgadener Land (Kreisjugendring und Kommunale Jugendarbeit)
  • Landkreis Miesbach (Kommunale Jugendarbeit)

Fotos

Was das Projekt besonders macht

Im Mittelpunkt steht die Arbeit an der Haltung der Multiplikator:innen. Durch die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lebenswelten junger Menschen entsteht ein gemeinsames Verständnis für inklusive Beteiligung. So können bestehende Strukturen hinterfragt und Zugangsbarrieren gezielt reduziert werden.

Methodisch Arbeiten mit Jugendbeauftragten

In unserem Wegweiser „Planungswerkstatt Jugendbeauftragte“ findest du methodische Anregung, wie mit politischen Jugendbeauftragten über ihre gesamte Amtszeit gearbeitet werden kann.

Wegweiser Jugendbeauftragte