Das Beteiligungsformat zielt darauf ab, Jugendbeteiligung für junge Menschen bis 20 Jahre strukturell in Augsburg zu verankern. Die Mitwirkung erfolgt sowohl auf Ebene der Sozialregionen als auch gesamtstädtisch über das Jugendforum. Dadurch sollen verlässliche Beteiligungsstrukturen geschaffen werden, die junge Menschen kontinuierlich in städtische Entscheidungsprozesse einbinden.
Das Format richtet sich an mehrere Zielgruppen. Im Mittelpunkt stehen Kinder und Jugendliche bis 20 Jahre. Darüber hinaus sind auch die Stadtverwaltung, Schulen sowie die Jugendhilfe in die Beteiligungsprozesse eingebunden.
Die Beteiligung erfolgt vor allem sozialraumbasiert in den jeweiligen Sozialregionen. Ergänzend werden niedrigschwellige digitale Formate genutzt, um möglichst vielen jungen Menschen eine Teilnahme zu ermöglichen und unterschiedliche Lebensrealitäten zu berücksichtigen.
An der Umsetzung des Formats sind verschiedene Akteur:innen beteiligt. Dazu gehören unter anderem das Amt für Kinder, Jugend und Familie (AKJF), Schulen, der Stadtjugendring sowie der Stadtrat. Die Zusammenarbeit mit Verwaltung und Stadtrat erfolgt unter anderem über den Jugendhilfeausschuss.
Bei der Umsetzung bestehen verschiedene Herausforderungen. Dazu zählen insbesondere die Heterogenität der Zielgruppen, bestehende Zugangsbarrieren sowie begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen.
Im Rahmen des Beteiligungsformats wurden bereits Projekte umgesetzt, beispielsweise Beteiligungsprozesse in der Stadtteilentwicklung. Diese Erfahrungen fließen in die Weiterentwicklung der Beteiligungsstrukturen ein.
Die Umsetzung des Konzepts ist zunächst für eine vierjährige Erprobungsphase vorgesehen. Für die Durchführung stehen Beteiligungsmanager:innen, eine Fachstelle sowie ein Budget (siehe Anhang) zur Verfügung. Die Prozesse werden zudem pädagogisch durch Fachkräfte begleitet.
Ein zentrales Element des Konzepts sind Beteiligungsmanager:innen, die die Beteiligungsprozesse koordinieren und begleiten. Die Stellen wurden geschaffen und nehmen ihre Arbeit im Jahr 2025 auf. Damit beginnt die praktische Umsetzung der Beteiligungsstrukturen in den Sozialregionen sowie auf gesamtstädtischer Ebene.