Spielleitplanung in Regensburg

Mit der Methode der Spielleitplanung untersucht die Stadt Regensburg ämterübergreifend systematisch Stadtteile auf ihre Kinder- und Jugendfreundlichkeit. Aufenthaltsorte, Treffpunkte, Wege zur Schule und zu Freizeitorten sowie mögliche Angstorte werden analysiert. Kinder und Jugendliche werden dabei systematisch in die Erstellung der Spielleitplanung einbezogen und entwickeln gemeinsam Maßnahmenvorschläge.
Ort Regensburg Bezirk Oberpfalz Gemeindegröße 168 000 Trägerin Stadt Regensburg, Amt für kommunale Jugendarbeit Wer wird beteiligt Kinder (<14 Jahre), Jugendliche (14 bis 18 Jahre) Typ der Beteiligung Offenes Format, Projektorientiert Kontext der Mitbestimmung Kommunaler Raum Inklusiv eingegliedert in inklusive Strukturen Zeitraum punktuell/einmalig Sonstiges kein eigenes Budget, keine dauerhafte pädagogische Begleitung, Ratsbeschluss vorhanden

Kinder- und jugendfreundliche Stadtteile gestalten: Die Spielleitplanung in Regensburg

Ziel der Spielleitplanung

Ziel der Spielleitplanung ist es, ein kinder- und jugendfreundliches Lebensumfeld zu schaffen, in dem sich Kinder und Jugendliche selbstständig und sicher bewegen können und ausreichend Raum zum Spielen und Bewegen finden.

Beteiligte Zielgruppen im Stadtteil

An der Spielleitplanung werden verschiedene Einrichtungen im jeweiligen Stadtteil beteiligt. Dazu gehören insbesondere Schulen, Jugendzentren sowie Betreuungs- und Freizeiteinrichtungen.

Methoden der Analyse und Beteiligung

Die Spielleitplanung verbindet quantitative und qualitative Analysen des Stadtteils mit Gesprächen mit Kindern und Jugendlichen sowie unterschiedlichen Beteiligungsformen zur Entwicklung von Lösungsstrategien.

Quantitative Analyse

Für die quantitative Analyse werden Fragebögen mit einer beiliegenden Karte („Mental Maps“) eingesetzt. Schülerinnen und Schüler geben darin an, welche Schul- und Freizeitwege sie im Stadtteil zurücklegen, welche Probleme sie wahrnehmen und welche Freizeit- und Aufenthaltsorte für sie wichtig sind.

Qualitative Analyse

Ergänzend werden Streifzüge mit Kleingruppen von Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Dabei führen sie Erwachsene durch ihren Stadtteil. Alles, was sie zu den Orten und Situationen im Stadtteil erzählen, wird systematisch dokumentiert und fotografiert.

Weitere Beteiligungsmethoden

Im Rahmen der Spielleitplanung wurden in den vergangenen Jahren zudem weitere Beteiligungsformate eingesetzt, beispielsweise Planungsgespräche mit Jugendlichen, das „Stadtspieler“-Spiel zur Entwicklung von Lösungsstrategien sowie ein Planungsworkshop mit Modellbau zur Entwicklung eines Testentwurfs.

Dauer und Umsetzung

Die Entwicklung eines Spielleitplans für einen Stadtteil dauert in der Regel etwa ein bis zwei Jahre. Der fertige Plan wird mit den Fachämtern der Stadt abgestimmt und anschließend im Stadtrat verabschiedet. Danach erfolgt die schrittweise Umsetzung der Maßnahmen.

Das Besondere

Die Spielleitplanung ist eine Herangehensweise, mit der Stadtplanung und Stadtentwicklung im Stadtteil systematisch und nachhaltig unter Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen erfolgen können. Dadurch kann langfristig eine Verbesserung der Lebensqualität für Kinder und Jugendliche erreicht werden.

Video

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