Das Jugendamt der Stadt Nürnberg hat Kinder am Integrierten Stadtentwicklungskonzept für die Altstadt beteiligt. Die Ergebnisse zeigen, wie differenziert Kinder ihre Lebensumgebung wahrnehmen und welche konkreten Wünsche sie für die Zukunft ihres Stadtteils haben. Mit der Beteiligung setzt das Jugendamt ein Zeichen für eine kinder- und jugendgerechte Stadtplanung.
Bei Befragungen und Kinderforen in Schulen und Horten brachten zahlreiche Kinder ihre Perspektiven ein. Dabei wurde deutlich: Sie wünschen sich vor allem mehr Grünflächen und naturnahe Räume, sichere Schulwege sowie weniger Verkehr. Auch konsumfreie Spiel- und Aufenthaltsflächen, vielfältige Freizeitangebote und ein respektvolles Miteinander spielen eine zentrale Rolle.
Gleichzeitig benennen die Kinder klar Orte, an denen sie sich unsicher fühlen, und formulieren konkrete Vorschläge, wie diese verbessert werden können.
Die Ergebnisse unterstreichen die hohe Relevanz von Kinder- und Jugendbeteiligung für eine nachhaltige Stadtentwicklung.
„Kinder sind Expertinnen und Experten ihrer eigenen Lebenswelt. Ihre Stimmen liefern wertvolle Hinweise für die Entwicklung unserer Stadt. Und indem sie erleben, dass ihre Meinung ernst genommen wird, erfahren sie Wirksamkeit und Gestaltungsmacht – eine wichtige Voraussetzung für zukünftiges Engagement in unserer Demokratie und Gesellschaft“, sagt Elisabeth Ries, Referentin für Jugend, Familie, Senioren und Soziales.
Die Stadt Nürnberg sieht die Ergebnisse als klaren Auftrag: Die eingebrachten Ideen und Hinweise werden in die weiteren Planungen für die Altstadt einfließen. Ziel ist es, die Lebensqualität für alle Generationen nachhaltig zu verbessern und die Altstadt als sicheren, lebenswerten und vielfältigen Raum weiterzuentwickeln.
Die Verantwortlichen danken allen beteiligten Kindern sowie den pädagogischen Fachkräften und Einrichtungen, die diesen Beteiligungsprozess ermöglicht haben.
Die Ergebnisse des Beteiligungsprojekts sind online zu finden unter nuernberg.de/internet/jugendamt/stadtentwicklung.html.