Bereits im Vorfeld engagierten sich Jugendliche ehrenamtlich bei der Vorbereitung des Beteiligungstags. Gemeinsam wurden Einkäufe organisiert und die Räume vorbereitet. Am Veranstaltungstag verwandelte sich der ehemalige Kiosk in ein Pop-Up-Jugendcafé mit kostenlosen Snacks, Spiel- und Mitmachangeboten sowie Informationen zum geplanten Jugendcafé in Göggingen.
Die Jugendlichen übernahmen dabei aktiv Verantwortung, verteilten Verpflegung, legten Musik auf und motivierten Gleichaltrige, ihre Ideen einzubringen. An verschiedenen Beteiligungsstationen konnten Wünsche zu Angeboten, Ausstattung, Öffnungszeiten, Veranstaltungen und zur Ausrichtung des neuen Treffpunkts gesammelt werden. Durch kreative Methoden, Gespräche und Abstimmungen entstand ein lebendiger Beteiligungsprozess.
Am Vormittag nahmen mehrere Schulklassen der umliegenden Schulen an Workshops teil. Sie entwickelten Ideen für ein ideales Jugendcafé und formulierten Wünsche für zukünftige Angebote. Ab dem Mittag war das Pop-Up-Jugendcafé für alle interessierten Jugendlichen geöffnet. Insgesamt beteiligten sich rund 90 junge Menschen im Alter von 12 bis 21 Jahren.
Um möglichst viele Jugendliche zu erreichen, wurde der Aktionstag intensiv beworben. Neben Besuchen in Schulklassen erfolgte die Ansprache über soziale Medien sowie die Netzwerke verschiedener Kooperationspartner*innen.
Der Beteiligungstag zeigte das große Interesse der Jugendlichen an einem eigenen Treffpunkt in Göggingen. Über eine eingerichtete Infogruppe bleiben interessierte Jugendliche über die weitere Entwicklung informiert und können sich kontinuierlich beteiligen.
Nach der Auswertung der gesammelten Ideen wurden diese den Jugendlichen vorgestellt. Dabei entstand die Idee, Merch für das neue Jugendcafé zu gestalten. Die Jugendlichen entwickelten selbst ein Motiv, das im Rahmen der Jugend-Friedenstafel mittels Siebdruck auf T-Shirts, Taschen und Kulturbeutel gedruckt wurde. Zudem konnten sie über das Küchendesign des zukünftigen Cafés mitentscheiden. Weitere Treffen mit den Jugendlichen und den zukünftigen Trägern sind geplant. Die gesammelten Anregungen sollen in die konzeptionelle Entwicklung des Jugendcafés mitaufgenommen werden.
Die Finanzierung und Ressourcen werden durch das Jugendbeteiligungsmanagement Süd bereitgestellt. Die Jugendbeteiligungsmanagerin begleitet den Prozess dauerhaft. Unterstützt wurde das Projekt durch die Stadtjugendpflege und die Fachstelle Partizipation junger Menschen.