JÄHRLICHE TOUR DURCH DEN LANDKREIS
Jedes Jahr im September ist das Demokratiemobil mit einem Kleinbus und einem Team aus Ehrenamtlichen im gesamten Landkreis unterwegs. Stationen sind vor allem öffentliche Plätze, teilweise auch Schulen, Vereine oder Jugendtreffs.
Vor Ort werden verschiedene Mitmach-Stationen aufgebaut – inklusive eines Chill-Out-Bereichs. Alle Angebote sind freiwillig, kostenlos und laden zum Ausprobieren, Mitmachen oder Mitnehmen ein.
Das Angebot richtet sich vorrangig an Jugendliche ab 12 Jahren. Grundsätzlich können jedoch auch jüngere Kinder sowie Erwachsene teilnehmen.
ORGANISATION UND ZUSAMMENARBEIT MIT DEN GEMEINDEN
Die Teilnahme am Projekt erfolgt auf Initiative der jeweiligen Gemeinden. Sie entscheiden selbst, ob das Demokratiemobil zu ihnen kommen soll, und melden sich im Vorfeld beim Kreisjugendring an.
Eine zentrale Herausforderung ist es, geeignete Standorte und Termine im öffentlichen Raum zu finden – insbesondere in kleineren Gemeinden. Die mehrjährige Erfahrung des Teams hilft dabei, passende Lösungen zu entwickeln. Wo der öffentliche Raum als Standort nicht geeignet ist, wird alternativ eine Kooperation mit einer Schule vor Ort angeboten.
In jeder Gemeinde braucht es zudem eine feste Ansprechperson. Sie unterstützt die Bewerbung des Angebots und hilft bei der Suche nach geeigneten Standorten oder Kooperationspartnern, etwa Jugendtreffs oder Vereinen. Das Interesse von Vereinen ist bislang eher zurückhaltend. Die Zusammenarbeit gelingt jedoch besser, wenn Termine und Uhrzeiten an bestehende Angebote, zum Beispiel Trainingszeiten, angepasst werden.
BETEILIGUNG UND WEITERGABE VON ANLIEGEN
Ein zentraler Bestandteil des Demokratiemobils ist die Beteiligung junger Menschen. Wünsche und Ideen der Besuchenden werden – sofern vorhanden – an das jeweilige Rathaus vor Ort weitergegeben. Ergebnisse mit landkreisweiter Relevanz werden dem Landrat übergeben.
Darüber hinaus besuchen häufig Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie kommunale Jugendbeauftragte die jeweiligen Stationen. In diesem Rahmen betreibt der Kreisjugendring Lobby- und Netzwerkarbeit für junge Menschen.
Wenn mehrere junge Menschen gleichzeitig vor Ort sind, werden sie aktiv miteinander ins Spiel oder ins Gespräch gebracht. So entstehen Austausch, neue Kontakte und niedrigschwellige politische Bildung im direkten Miteinander.
WIRKUNG UND ERFAHRUNGEN
Konkrete Beteiligungsprojekte sind aus dem Angebot bislang nicht entstanden. Dennoch zeigt sich eine Wirkung auf anderer Ebene: Das Demokratiemobil trägt zu einem wachsenden Bewusstsein für generationsübergreifenden Austausch und Diskussionen bei und stärkt den Dialog zwischen jungen Menschen, Kommunalpolitik und Zivilgesellschaft.
Bei diesem Angebot steht für uns Qualität vor Quantität. Eine freiwillige Teilnahme ist dabei eine zentrale Voraussetzung.
Insbesondere in der Zusammenarbeit mit Schulen sind dafür klare Absprachen und definierte Mindestbedingungen notwendig. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Angebot seinem offenen Charakter gerecht wird und echte Beteiligung ermöglicht.