Einwohnerzahl: ca. 41.000, davon rund 7.000 Kinder- und Jugendliche
Landkreis: Fürstenfeldbruck
Regierungsbezirk: Oberbayern
Die Digitalen Zukunftstage fanden in Germering zwischen Ende März und Ende Mai 2026 statt.
Hauptverantwortliche aus der Kommune war hierbei Miriam Sontheim, Koordinatorin Kinderfreundliche Kommune (Amt für Jugend, Familie, Senioren, Soziales und Schulen). An dem Projekt haben insgesamt ca. 80 Schüler und Schülerinnen der Kerschensteiner Schule Germering und der Realschule Unterpfaffenhofen teilgenommen.
Das Projekt ergänzte die bereits bestehenden Strukturen der Kinder- und Jugendbeteiligung in der Stadt sinnvoll: Aufbauend auf den im Aktionsplan zur Kinderfreundlichen Kommune verankerten Maßnahmen sowie den im Rahmen des laufenden ISEK-Verfahrens eröffneten Entwicklungsperspektiven konnten die Ergebnisse und Impulse des Projekts in bestehende Prozesse eingebunden und weitergeführt werden.
Ende März fanden an den Schulen drei medienpädagogische Workshops mit jeweils rund 25 Teilnehmenden statt. Darin beschäftigten sich die Jugendlichen mit Verbesserungsmöglichkeiten für ihre Kommune, entwickelten Zukunftsvisionen und setzten diese kreativ in der digitalen Welt Minetest um. Dabei kristallisierten sich drei Schwerpunktthemen heraus: bessere Sport- und Bewegungsmöglichkeiten im Innen- und Außenbereich, konsumfreie Lern- und Aufenthaltsorte sowie ein vielfältigeres Freizeitangebot für Jugendliche – insbesondere in den Sommermonaten.
Bild 1: Jugend-Cafe, Bild 2: Jugendzentrum, Bild 3: Sportplatz, Bild 4: Skateplatz, Bild 5: Seven-Eleven, Bild 6: Schwimmbad, Bild 7: Outdoor-Kino, Bild 8: Modernisierung der Schule, Bild 9: Lasertag-Halle, Bilder 10 + 11: Fußballstadion, Bild 12: Sportzentrum, Bild 13: Trampolinhalle, Bild 14: Stadtverschönerung, Bild 15: Volksfest, Bilder 16 + 17: Einkaufszentrum, Bild 18: Gemeinschaftshaus, Bild 19: Graffity + Kunst
Mitte April kamen alle am Projekt beteiligten Schüler:innen zum Ideen-Hub in der Stadthalle zusammen. Die rund 80 Jugendlichen beschäftigten sich intensiv mit den Ideen aus den Schulworkshops und entwickelten hieraus vier konkrete Vorschläge zu den Themen Sport- und Freizeitflächen, Jugendtreff, Feste und Attraktionen und Outdoor-Kino. Angeleitet wurden sie dabei durch die Beteiligungscoaches der Fach- und Servicestelle, Expertinnen und Experten aus der Stadtverwaltung unterstützen zusätzlich die fachliche Entwicklung der Projekte.
In der Abschlussveranstaltung am 21. Mai stellten rund 30 Schüler:innen ihre Ideen Politik und Verwaltung vor. Gemeinsam mit Fachreferent:innen der Stadt, Mitgliedern des Stadtrats und dem Oberbürgermeister wurde besprochen, wie welche Ideen umgesetzt und weiterbearbeitet werden können.
Ausgangslage
Die Jugendlichen wünschen sich eine Modernisierung der bestehenden Sportflächen. Im Mittelpunkt steht dabei der Wunsch, auch außerhalb der Sportvereine unter guten Bedingungen Fußball und Basketball spielen zu können. Beide Sportarten sollen dabei gleichzeitig möglich sein, ohne dass die Nutzerinnen und Nutzer um dieselbe Fläche konkurrieren müssen.
Konkrete Vorschläge
Die Jugendlichen schlagen daher vor, den bestehenden kombinierten Fußball- und Basketballplatz am Bahnhof Harthaus zu einem hochwertigen Fußballplatz umzubauen und daneben einen eigenständigen Basketballplatz zu errichten.
Für den bestehenden Bolzplatz schlagen die Jugendlichen vor:
Für den Basketballbereich wurden folgende Ideen formuliert:
Gemeinsamer Dialog
Gemeinsam wurde besprochen, welche Sport- und Freizeitflächen bereits vorhanden sind, warum diese aus Sicht der Jugendlichen nicht ausreichen und welche Verbesserungen gewünscht werden. Dabei zeigte sich, dass viele bestehende Angebote den Jugendlichen gar nicht bekannt sind. Gleichzeitig wurden den Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung einige Herausforderungen und Problemlagen erstmals deutlich, sodass für diese Themen ein stärkeres Bewusstsein geschaffen werden konnte.
Vereinbarungen mit der Kommunalpolitik
Ausgangslage
In den Schulworkshops wurden häufig Orte und Räume gewünscht, an denen Jugendliche ihre Freizeit konsumfrei und unabhängig vom Wetter verbringen können. Das bestehende Jugendzentrum ist den Jugendlichen zwar bekannt, allerdings bestehen gegenüber der Einrichtung teilweise große Vorbehalte, sodass viele Jugendliche das Angebot bislang nicht nutzen.
Konkrete Vorschläge
Die Jugendlichen wünschen sich einen sicheren und klar strukturierten Treffpunkt für junge Menschen. Besonders wichtig sind ihnen dabei:
Gemeinsamer Dialog
Im gemeinsamen Gespräch wurde deutlich, dass die Hemmschwelle für viele Jugendliche bislang zu groß war, das Jugendzentrum zu besuchen. Gleichzeitig zeigte sich, dass zahlreiche der geäußerten Wünsche im Jugendzentrum bereits heute erfüllt werden können. Zudem wurde deutlich, dass sowohl das Jugendzentrum in Germering als auch weitere Angebote in der Umgebung vielen Jugendlichen nicht ausreichend bekannt sind.
Vereinbarungen mit der Kommunalpolitik
Ausgangslage
In einem der Schulworkshops entstand der Wunsch, das frühere Volksfest wieder aufleben zu lassen. Dieser Vorschlag erhielt auch beim Ideen-HUB viel Zustimmung. Da eine Rückkehr des Volksfests jedoch nicht realistisch ist – es wurde nach einer Bürgerbefragung durch das Stadtfest ersetzt – entwickelten die Jugendlichen die Idee, das bestehende Stadtfest attraktiver und jugendgerechter zu gestalten.
Konkrete Vorschläge
Die Idee lässt sich daher als eine Mischung aus Stadtfest und Volksfest beschreiben.
Gemeinsamer Dialog
Im Austausch mit den Verantwortlichen wurde deutlich, dass der Kultursommer, der 2026 erstmals stattfinden wird, gute Möglichkeiten bietet, solche Ideen aufzugreifen und umzusetzen. Mehrere Veranstaltungen richten sich hier gezielt an Jugendliche.
Vereinbarte nächste Schritte
Ausgangslage
Viele Jugendliche empfinden das Freizeitangebot in den Sommermonaten als zu gering. Es fehlt an attraktiven Treffpunkten und gemeinsamen Erlebnissen vor Ort.
Konkrete Vorschläge
Gemeinsamer Dialog
Die Idee wurde von Politik und Verwaltung sehr positiv aufgenommen. Eine Umsetzung erscheint grundsätzlich realistisch, da bereits fachliche Unterstützung vorhanden ist und entsprechende Überlegungen für den Stadthallenplatz bestehen.
Vereinbarte nächste Schritte